Vorstellung

Seit dem Schuljahr 2015/16 ist an die Schule Mindenerwald eine Schulstation angegliedert. Der Standort der Schulstation ist in Stemwede an der Bohmter Str. 37, im Nordosten des Kreises Minden-Lübbecke und in unmittelbarer Nähe zu den Wohngruppen der Einrichtung. Träger der Schulstation ist die Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus gGmbH in Stemwede. In der Regel leben die Schülerinnen und Schüler, die die Schulstation besuchen, auch in einer der heilpädagogischen bzw. intensivpädagogischen Wohngruppen der Stiftung. Dadurch besteht eine enge Kooperationsbeziehung zwischen der Schule und dem Heilpädagogischen Kinderhaus. Grundsätzlich ist das Angebot der Schulstation jedoch nicht auf diese Kinder und Jugendlichen begrenzt, sondern kann auch eine Möglichkeit zur pädagogischen Förderung für einzelne Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt ESE aus der Schule Mindenerwald oder aus dem Gemeinsamen Lernen sein, die aus verschiedensten Gründen nicht in die regulären Schulsettings integriert werden können.

 

Die Schulstation bietet in einem ruhigen, klar strukturierten, individuell abgestimmten und betreuungsintensiven Schulsetting Möglichkeiten schulische und persönliche Erfolge zu erleben und so Schulängste zu mindern.

 

An der Schulstation werden bis zu 12 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (und teilweise psychiatrischen Krankheitsbildern) im schulpflichtigen Alter von sechs bis 16 Jahren gefördert und unterrichtet. Die Dauer der Förderung eines Schülers in der Schulstation ist abhängig von der Intensität seines Förderbedarfs, seiner Entwicklung und dem Zusammenwirken mit außerschulischen Betreuungs- und Therapiemaßnahmen. Die angestrebte Verweildauer liegt bei 24 Monaten, kann jedoch bei entsprechender Begründung auch verlängert werden, wenn eine Integration des Schülers an die Stammschule in Mindenerwald, die Schule Rodenbeck (Sekundarschule EsE) oder eine Rückführung in ein Regelschulsetting noch nicht erfolgsversprechend sind.


In der Schulstation liegt ein sehr "jungenlastiges" Geschlechterverhältnis vor. Damit spiegelt die Belegung der Schulstation in etwa das Gesamtverhältnis aller Schüler mit dem Förderschwerpunkt ESE in NRW wieder.

 

Um eine möglichst enge Betreuung der SuS zu gewährleisten, arbeiten in der Schulstation neben zwei Lehrkräften/Sonderpädagogen der Schule Mindenerwald (zwei Lehrerstellen) noch drei bis vier pädagogische Mitarbeiterinnen, die von der Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus gGmbH angestellt sind. Diese Mitarbeiterinnen sind während des gesamten Schulvormittags in der Schulstation und unterstützen die Lehrkräfte. Dabei steht die Schaffung von umfangreichen Einzelbetreuungsangeboten und individuellen Förderarrangements im Vordergrund. Der Arbeitsschwerpunkt der pädagogischen Mitarbeiterinnen unterscheidet sich so von den Tätigkeiten der Lehrkräfte, die zwar ebenso individuelle Förderangebote oder Betreuungsangebote in Kleingruppen umsetzen, allerdings ihren Arbeitsschwerpunkt in der Verantwortung, Planung und Zusammenstellung der schulischen Lerninhalte haben. Zudem bleiben Aufgabenfelder, die über den Rahmen des Unterrichts hinausgehen, z.B. die individuelle Förderplanung und die Erstellung von Zeugnissen, Berichten, Gutachten und Leistungsüberprüfungen in der Hand der Lehrkräfte.

 

Durch die tägliche Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften, den pädagogischen Mitarbeiterinnen der Schulstation und den Erzieherinnen und Erziehern aus den Wohngruppen, die morgens die Schülerinnen und Schüler in die Schulstation bringen und sie dort mittags abholen, besteht eine enge und erfolgreiche Kooperationsbeziehung zwischen Schule und Heilpädagogischem Kinderhaus. Regelmäßig stattfindende Fachberatungen zu einzelnen Schülern zwischen Wohngruppe und Mitarbeitern der Schulstation bieten/liefern oft Anhaltspunkte zur Verbesserung der schulischen Förderung der Kinder.